Wie sieht die Karriere der Zukunft aus?

Durch Veränderungen in der Arbeitswelt vor allem durch die Digitalisierung ändern sich die Anforderungen am Arbeitsmarkt:

  • unsere Arbeitsleben werden immer länger, die einzelnen Etappen des Arbeitslebens aber immer kürzer.

Das erfordert Selbstmanagement der eigenen Karriere. Dieses Projekt beschäftigt sich mit den Fragen, wie mit den erhöhten Anforderungen an Planungs- und Entscheidungsfähigkeit umgegangen wird und was Menschen machen, die sich verändern wollen oder müssen:

  • Die Forschungsarbeit basiert auf drei theoretischen Eckpfeilern:

(1) Career Crafting im Rahmen von "Sustainable Careers“

(2) Career Construction Theory

(3) Selbstbestimmungstheorie der Motivation (Self-Determination Theory, SDT)

  • Das Projekt setzt sich aus drei Einzelstudien im Rahmen einer Dissertation zusammen:
  • Studie 1: Brücken über Brüche - Ressourcen für den Karrierewechsel

qualitative Exploration der Frage auf welche Resourcen „Career Changer“ in der Mitte ihres Arbeitslebens bei Veränderungen zurückgreifen können.

Mittels narrativer berufsbiographischer Interviews wurden insgesamt 30 Personen nach größeren Veränderungen in ihrer Karriere (z.B.: Branchenwechsel, Wechsel in die Selbstständigkeit) befragt wie sie „Brücken über Brüche“ im Lebenslauf gebaut haben.

  • Studie 2: The "who" and "how“ of Career Crafting - Bedingungen und Auswirkungen von Karriere-Selbstmanagement

–  repräsentative Längsschnitterhebung im Arbeitsmarkt in Deutschland (N=2.000) um herauszufinden wer und wie selbstbestimmt Karriere-Selbstmanagementpraktiken, also Career Crafting betreibt und mit welchem Ergebnis.

Zum Einsatz kommen in dieser Studie unter anderem die neu entwickelte Career Crafting Survey von Akkermans & Tims sowie die mehrdimensionale Skala zur Erfolgsmessung von Mayrhofer et al. um Antworten auf die Frage "Glück statt Geld"? beizusteuern.

  • Studie 3: Shapeshifter vs. True You - Welche Strategie führt zur Karriere der Zukunft?

– theoretischer Umbrella Review, in dem untersucht wird, wie die Meta-Fähigkeiten Career Adaptability vs. Work Identity bei der Entwicklung einer nachhaltigen Karriere helfen. 

  • Ziel der Arbeit ist es, einen fundierten Beitrag zur Debatte über Bedingungen für selbstbestimmte Karriereentwicklung in Zeiten des Wandels zu liefern.

Das gesamte Projekt ist eingebettet in den aktuellen Forschungsschwerpunkt an der Fakultät für Psychologie Arbeit in Zeiten des Wandels – Erfolgreicher Umgang mit Veränderungen in der Arbeitswelt.

 

Daten und Fakten

 

Ablauf

  • Die qualitative Befragung von Studie 1 fand zwischen November 2015 und Juli 2016 statt.
  • Die online-Befragung (repräsentative Untersuchung unter Deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern) lief im November 2016. Die zweite Erhebung findet im Herbst 2017 statt.
  • Die Literaturstudie ist für Frühjahr 2017 geplant.

Erste Ergebnisse wurden bereits bei Kongressen (EGOS 2016, DGPS Kongress) präsentiert.

Ein Buchbeitrag „ Bridges over Breaches: Agency and Meaning as Resources for Dealing with New Career Demands” wird im Frühjahr 2017 in einem Herausgeberwerk von Prof. Christian Korunka und MMag. Dr. Bettina Kubicek bei Springer Science veröffentlicht. Weitere Veröffentlichungen sind in Vorbereitung.