Arbeitsanforderungen und Gesundheitsindikatoren

In der modernen Arbeitswelt sind Beschäftigte zusätzlich zu klassischen Stressoren auch mit intensivierten Arbeitsanforderungen konfrontiert. Arbeit muss schneller in kürzerer Zeit ausgeführt werden – gleichzeitig wird Arbeit zeitlich und örtlich stärker flexibel gestaltet. Um ein besseres Verständnis zu den gesundheitlichen Folgen dieser neuen Anforderungen zu erlangen forderte die EU-OSHA (2015) weitere Forschung zu neuen Arbeitsformen und deren Effekte auf Gesundheit und Work-Life Balance. Katja Kerman untersucht daher im Rahmen ihrer Doktorarbeit basierend auf dem allostatic load model of human stress response wie sich intensivierte Arbeitsanforderungen auf Gesundheitsindikatoren auswirken. Ihre Forschung kann in drei Arbeitspakete unterteilt werden: (1) In einer Längsschnittstudie sollen basierend auf intensivierten Arbeitsanforderungen und Gesundheitsindikatoren unterschiedliche (längsschnittliche) Beschäftigtenprofile sowie die mediierende Rolle von Arbeits-Freizeit-Interferenzen exploriert werden. (2) Durch den Einsatz von Tagebuchstudien sollen tägliche Veränderungen in intensivierten Arbeitsanforderungen, Gesundheitsindikatoren, und Arbeits-Freizeit-Integration untersucht werden. (3) Ein experimentelles Design soll die Untersuchung von primären Stressreaktionsprozessen aufgrund von intensivierten Arbeitsanforderungen und in Folge auch fundierte Aussagen zu den angenommenen Kausalbeziehungen ermöglichen. Die geplanten Studien sollen Ergebnisse zur Beziehungen zwischen intensivierten Arbeitsanforderungen und Gesundheit liefern und gleichzeitig der Beziehung zugrundeliegende Mechanismen untersuchen.

Daten und Fakten